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| Kastration - Kampf dem Katzenelend | |
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Artikel von Gitta Paul Tierschutzorganisationen und Tierheime werden das ganze Jahr über mit jungen Kätzchen überschwemmt, wobei die Dunkelziffer der nicht abgegebenen Tiere weitaus größer ist, als das sichtbare Elend. Wir müssen uns daher immer wieder an die Öffentlichkeit
wenden, wir müssen uns immer wieder an die Vernunft der Katzenbesitzerinnen
und Katzenbesitzer appellieren, ihre Katzen und Kater kastrieren zu lassen
und dies zu Beginn der Geschlechtsreife. Katzen sind enorm fruchtbar und können unter günstigen
Bedingungen 3 bis 4 Würfe mit je 4 bis 6 Jungen aufziehen; zum Glück
für beide geschieht dies selten. Natürlich wird dies so nicht eintreten, weil die meisten Tiere an Hunger, Krankheit, Tierquälereien und aus anderen Gründen sterben, ehe sie das fortpflanzungsfähige Alter erreichen. Trotzdem stellt die Fortpflanzungsfähigkeit der Katzen in unserer zunehmend naturfernen Gesellschaft ein großes Problem dar. Kastration der Tiere ist dafür die einzige Lösung! Katzengeburten sind kein erzieherisches Mittel, um Kindern die Natur wieder näher zu bringen. Verständnis für die Umwelt kann man durch die Vermittlung fundierter Kenntnisse wecken. Naturnähe allein bewirkt dies nicht automatisch, sonst würde man nicht gerade in ländlichen Gegenden so viel Katzenelend vorfinden. Zu große Bevölkerungsdichte und zu dichte Bebauung belastet unsere Umwelt, führt zu Aggressionen bei Menschen und in vielen Fällen auch zur Bedrohung und Verfolgung der Katzenpopulation. In den USA gibt es Gemeinden, die einen Geburtenstopp für Hunde und Katzen erlassen wollen, weil in den örtlichen Tierheimen jährlich fast 10.000 Tiere getötet werden. Auch bei uns landen "überzählige" Tiere
in der Mülltonne. Bei vielen Zeitgenossen ist es "in",
sich während eines bestimmten Lebensabschnittes mit einem Tier zu
schmücken. Tiere werden gedankenlos als Geschenke mißbraucht. Wobei natürlich in einem solchen Fall das Tierheim allemal
besser ist, als das Aussetzen, Töten oder Verkaufen an Labors. Katzen schreien ihren Schmerz nicht hinaus - also lassen sie sich auch leichter abschieben. Sie landen vor den Türen von stadtbekannten Tierschützern, in Kartons verpackt vor Tierheimen, auf Autobahnrastplätzen beim ersten Halt auf der Fahrt in den Urlaub oder ganz einfach im Wald. Ob sich jemand ihrer annimmt, sie die Rohheit ihrer Vorbesitzer
überleben, dafür interessieren sich derartig gefühlsarme
Menschen nicht. Unsere Welt wird mit jeder ausgesetzten Katze kälter
und rauher. Die Tierheime sind Ausdruck unserer Oberflächlichkeit
und seelischen Armut geworden. Dieser gedankenlose und gefühllose Umgang ist grausam
für die Tiere, nicht die Kastration! |
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